Kreuplatz Kurier,
Erscheint am 7.,8.und 9.Juli 2000
anläßlich der Feierlichkeiten auf dem  Kreuzplatz zum 41.Schul- und Heimatfest  in Roßwein/Sa.
Herausgegeben von  Jürgen Pötzsch
1. Jahrgang
Zusammenfassung
7.,8.und 9.Juli 2000
Internet: www.rosswein-online.de
Nr.1: Freitag 07.07.2000   |   Nr.2: Samstag 08.07.2000   |   Nr.3: Sonntag 09.07.2000
Wilhelm Höser löste das Wohnungsproblem
Die Geschichte des „Bauwütigen"
Am 24.Juli 1806 wurde  Roßwein durch einen verheerenden Brand  fast vollständig  in Schutt und Asche gelegt. Ein Unglück bei dem 324  Bürgerhäuser, 20 Scheunen und 18 öffentliche Gebäude zerstört wurden. Die Menschen der Stadt  wurden in größtes Elend gestürzt, es herrschte Wohnungsnot.
Die Kapelle zum Heiligen Kreuz
Niemand weiß es genau
Bei dem Großbrand vom 14. Mai 1420, wurde auch die Bartolomäuskirche von Rosswein in Schutt und Asche gelegt. Da beim Neubau der Kirche deren Ausmaße wesentlich erweitert werden sollten, wurde der Friedhof , der bis zu dieser Zeit  die Kirche umgab, verlegt. Er wurde nordöstlich außerhalb der Stadt eingerichtet. Für diesen Zweck wurden einige Obstgärten ihren Besitzern abgekauft.
Das „jüngste“ Wahrzeichen des Kreuzplatzes
Der Saubrunnen
Der Kreuzplatz hieß im Volksmund schon seit der Zeit in der hier noch Schweinemarkt abgehalten wurde, der „Saumarkt“. Deshalb wurden auf dem Brunnen auch die Schweinchen aufgestellt. Somit hatte der Brunnen gleich nach seinem Bau seinen Namen weg, der “Saubrunnen“.
Ein Haus Schreibt Geschichte
Das "Spittel"
Mitte des 14. Jahrhunderts wurde das Hospital vorm Kreuztor gebaut. Das Hospital gehörte zu den geistlichen Gebäuden und besaß eine Reihe milder Stiftungen, denn in ihm wurden auch die Ortsarmen untergebracht und verpflegt. Typisch sächsisch wird es aber „Schbiddel“ gesprochen.
Destille in Roßwein
Kreuzplatz 3 war die Destille in Roßwein
Wilhelm Wagner hatte hier seine Destillerie und eine Material- und Eisenwarenhandlung. Das Geschäft übernahm dann im Verlauf der Jahre Otto Müller, Frau Höck, Alfred Wirth, Wilhelm Schmick, die HO, Herr Byzeth  und Herr Lässig. Heute steht der Laden Leer. 
Bedeutendster Schweinemarkt im Land
Saumarkt immer Dienstag
Bis kurz vor Beginn des 1. Weltkrieges wurde auf dem Kreuzplatz Schweinemarkt gehalten. Der wöchentliche Markt, bei dem auch Geflügel und Getreide verkauft wurde, war immer Dienstags. Dieser Markt war der bedeutendste des Landes, da sich sehr viele Einkäufer besonders aus dem Erzgebirge einfanden. An einem Markttag wurden durchschnittlich 500 bis 1000 Scheffel  Getreide
Liebe Roßweiner, liebe Gäste des Schul- und Heimatfestes
  • Haben Sie sich nicht schon einmal gefragt,wie es in Ihrer Stadt vor 100 oder 200 Jahren war? 
  • Welche Menschen haben hier gelebt ?
  • Was haben Sie geschaffen? 
Einiges ist überliefert,steht in alten Schriften oder wurde über die Jahre mündlich von einer Generation zur anderen weitergegeben.

Im heutigen Zeitalter der modernen Medien verlernen die Menschen miteinander zu reden und das Wort Heimat verliert an Bedeutung .

Viele kleine  Geschichten aus den vergangenen Zeiten gehen einfach unwiederbringlich verloren. 

Eine wirkliche Bindung zu seiner Heimatstadt erhält  man aber nur, wenn man auch deren Geschichte kennt und stolz darauf ist. 

Dieses Blatt soll  ein kleiner Beitrag dazu sein.
 

         Jürgen Pötzsch

Einiges aus alter Zeit

Quellen:
Verschiedene Ausgaben von „Unsere Heimat“(1920-1934); verschiedene Ausgaben des „Roßweiner Tageblatt“(1898-1937); „Rund um das Kreuztor“ von Max Ringel; Heimatfestschriften (1898, 1907, 1911, 1925, 1929, 1937); Roßweiner Sonntagserzähler; Beiträge von Fritz Kaufmann aus der Sammlung von Richard und Martina Thiele

Vielen Dank für die Bereitstellung von Quellen, Materialien und Bildern an:
Dieter Harzbecher, Kurt Jentzsch, Herrn und Frau Georgie, Christian Lenquenat, Dieter Kodanke, Gerhard Hoyer, Ines Lammay, Jörg Hanisch, Reinhard Senf, Luise Bauch, Horst Knoth, Günther Schluttig, Jens Vater, Frau Heynert, Frieda Georgie, Frau Härtig, Herr Wachs, Veit Lindner

Idee,  Redaktion, Ausarbeitung und Inhalt:
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