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Segen-Gottes-Erbstollen
...der Ausflug lohnt sich.
Altbergbau im Klosterbezirk Altzella
Der "Segen-Gottes-Erbstollen"

Blick in den AdamsstollenZwei Kilometer östlich von Roßwein befindet sich das Flächendenkmal der vormaligen Bergwerksanlagen von "Segen Gottes Erbstollen". Seit dem Jahre 1980 betreibt der gemeinnützige Verein "Segen Gottes Erbstollen" aktive Denkmalspflege an diesem bedeutenden montanhistorischen Denkmal.


Sächsischer Silberbergbau
Auf etwa 35 ha Fläche verteilen sich die Reste der Sachzeugen der Entwicklung der Produktivkräfte eines kleinen Bergreviers des sächsischen Silberbergbaus, der hier vom 12. bis zum 19. Jahrhundert umging. Schon bald nach der Gründung des Zisterzienserklosters Altzella, der Keimzelle Sachsens, wurden in der näheren Umgegend reiche Silbererzfunde getätigt. Wie im Gersdorfer Forst aufgefundene Keramikreste belegen, müssen hier die Anfänge des Silberbergbaus auch in das 12. Jahrhundert gestellt werden.

Die großen Schwestern
Freiberg, Annaberg und Schneeberg
Die Entwicklung des Gersdorfer Bergbaus verlief stets im Schatten der großen Schwestern Freiberg, Annaberg und Schneeberg. Zu einer großen Ansiedlung ist es nie gekommen. Das alles aber waren Glücksumstände für die Darstellung der vorhandenen Denkmalssubstanz, war doch von den Alten vielfach alles liegengelassen worden, als sie den Berg verließen. Die Natur ergriff wieder Besitz von dem Platz, an dem einst bis zu 450 Bergleute tätig waren.

SchauvorführungGeradezu einzigartig ist die Konstellation so vieler Sachzeugen des Bergbaus aus allen Epochen und auf so kleinem Raum. Hier finden wir eine ausgeprägte Halden- und Pingenlandschaft von den Anfängen bis zum Niedergang des Gersdorfer Bergbaus im Jahre 1885. Wir finden den Krebsteich aus dem Jahre 1743 als bergmännischen Wasserspeicher. Der untere Kunstgraben aus dem gleichen Jahr leitete die Energie des Wasser auf die bergmännischen Gezeuge.


Wasser aus dem Freiberger Revier
Der obere Kunstgraben
Parallel zum unteren Kunstgraben, aber 7,7 m höher, verläuft der obere Kunstgraben aus dem Jahre 1864, der dem entwickelten Gersdorfer Bergbau über eine Entfernung von  1km Wasser aus dem Freiberger Revier zuführte. Unter den zahlreichen ehemals vorhandenen Schächten nimmt der Josepher Haupt- Kunst- und Treibeschacht aus dem Jahre 1824 eine besondere Stellung ein. In seiner auf der Adam-Stollensohle gelegenen Maschinenkammer beherbergt er zwei Brendelsche Wassersäulenmaschinen aus den Jahren 1833 und 1864. Sie sind die beiden einzigen, heute wieder normal zugänglichen, die im ehemaligen sächsischen Silbererzbergbau vorhanden waren. 

Wandergebiet
Viele Sachzeugen vorhanden
Durch den Gersdorfer Forst, vorbei an vielen Resten des alten Bergbaus führt seit 1985 ein vom Verein angelegter Bergbauwanderweg. Durch drei große Übersichtstafeln, unterstützt von weiteren 33 Objekttafeln, erhält der Besucher einen Einblick vom Werden und Vergehen des hiesigen Bergbaus. 

Seit dem Jahre 1985 besitzt der Verein die Nachnutzungsrechte am Bergwerk und erschließt den untertägigen Teil. Alle Arbeiten und der zwischen dem 1. April und 31. Oktober stattfindende eingeschränkte Besucherverkehr finden im Rahmen eines bergamtlich zugelassenen Hauptbetriebsplanes statt. 
 

 
Öffnungszeiten:
Vom 01.04. bis 31. 10. eines Jahres besteht die Möglichkeit von Führungen durch das Flächendenkmal über und untertage auf Anmeldung.

Das ist bei uns los:

Bergmännische Führung:
jährlich zu Pfingsten eine Ganztagsveranstaltung mit bergmännischen Führungen im Untertagebereich

Gersdorfer Bergweihnacht:
mit der öffentlichen Bergzeremonielle der Mettenschicht durchgeführt. 

Historischer Backofen:
An beiden Veranstaltungen wird auch der historische Backofen im Backhaus von 1772 angeheizt, wo leckere Zuckerkuchen frisch gebacken werden.
 


Weitere Infos bei:
Jens Schmidt 
Gersdorf Nr. 7
09661 Striegistal
Tel.:  034322/12548

Führungen durch das Flächendenkmal und Besucherverkehr:
Vom 01.04. bis 31. 10. eines Jahres besteht die Möglichkeit von Führungen durch das Flächendenkmal über und untertage auf Anmeldung.
Für die Untertagebefahrung gibt es verschiedene Routen. Normalstrecke, Stiefeltour und Abenteuerroute. Die Dauer der Führung beträgt zwischen 2 und 3 Stunden. Längere Führungen sowie Abweichungen können vereinbart werden.

Wünschenswert sind 10 Personen umfassende Besuchergruppen. Geleuchte und Schutzhelme werden vom Verein beigestellt. Für entsprechende Grubenkleidung sorgen die Besucher je nach Führungsinhalt selbst. Für die Normalstrecke genügt Straßenkleidung.

Für Führungen erhebt der Verein ein Bergwerksfördergeld.


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