| Das Schloß
Nossen
Mit Abbruchmaterial vom aufgehobenen
Kloster Altzella errichtete man von 1554 - 1557 den Westflügel des
Schlosses Nossen mit Riesensaal, Prinzenkammern und Silberkammer. Er diente
als kurfürstliches Jagd- und Reiselager. Die anderen Schloßflügel
entstanden bis 1631 unter teilweiser Einbeziehung von Bausubstanz der alten
Vorgängerburg. Als Unterkunft der Kurfürsten wurde das Renaissanceschloß
1775 aufgegeben, fortan waren verschiedene Behörden und das Amt Nossen
Nutzer des Schlosses.
Seit
Anfang der 80er Jahre wird im Schloß saniert und restauriert. Dabei
legte man historische Malereien an Wänden und Decken frei und stellte
teilweise die ursprüngliche Raumstruktur des 16. Jahrhunderts in den
museal genutzten Räumen wieder her.
Seit 1996 präsentiert sich in
den ehemals kurfürstlichen Räumen eine Ausstellung zur Schloß-
und Amtsgeschichte. Die teilweise wiederhergestellten und restaurierten
Räume beherbergen viel Sehenswertes. Der Besucher kann sich umfassend
über die Geschichte des Amtes Nossen, aber auch über die Verwaltung
Sachsens in früher Zeit informieren.
Bei einer mit Figurinen und Tonträgern
nachgestalteten Gerichtsszene aus dem Jahre 1697 wird die Jusitz- und Gerichtsatmospähre
des 17. Jahrhunderts nacherlebbar.
Im
Kaminzimmer, einst zum Riesensaal gehörend, kann man sich über
die Jagd- und Waldnutzung sachkundig machen. Der architektonisch wertvollste
Raum, das Kurfürstenzimmer, kann ebenso wie das Kaminzimmer auch für
Veranstaltungen genutzt werden.
Auch der Liebhaber historischer Bücher
kommt beim Besuch des Schlosses auf seine Kosten. Eine Schaubibliothek
beherbergt über 1600 Bücher der Jahre 1544 bis 1900 aus den verschiedensten
Wissensgebieten. |